bachforschung

Overview of my research into special aspects of some major vocal works of Johann Sebastian Bach and some miscellaneous stuff. Documented in detail since 2015 in private repositories on GitHub. First releases could appear in 2023. Pre-release versions are updated continuously at this point. Pull requests are welcome.

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J.N.D.N.J.C.

A. In statu nascendi (1985-2025)

  1. O Anfang sonder Ende! - Eine alte und 40 neue Spuren zur Identifizierung des “Leipziger” Hauptlibrettistens Johann Sebastian Bachs.

  2. Wozu dienet dieser Unrat? - Drei wiederaufgenommene Spuren zur frühesten Entstehungs- und zur frühesten Rezeptionsgeschichte der Matthäuspassion Johann Sebastian Bachs BWV 244b. (Alfred Dürr 1974; Eric Chafe 1981/82; John Eliot Gardiner 2014.)

  3. Statistische und orthographische Anomalien bei der primären und sekundären Verwendung spätantiker Invocationsformeln in den Quellenhandschriften Johann Sebastian Bachs.

  4. … daß er ihn herzlich geliebet, sich seiner an Vatersstelle angenommen, ihn treulich informiret und reichlich mit Büchern und Schriften versorget habe. Heute noch betretbare Fußspuren zur Editions- und zur Rezeptionsgeschichte der Passionspredigten des Rostocker Superintendenten Heinrich Müller.

  5. …als sie (i.e. der Pöbel) denen Geistlichen das mäßige Toback-Schmauchen verargen. - Eine literarische Schmauchspur zu den Textdichtern der “moralischen” Strophenarie BWV 515.

  6. Zeidelbär und Ziegenbrätgen - Lebensweltliche Schlüsselbegriffe als Spuren zu einer feudalistischen Vorgeschichte der Cantata vom Coffee BWV 211.

  7. Gottlob! der Drache liegt! - Bremsspuren der Kontroversen um die kulturpolitische Sozialisation Christian Friedrich Henricis (alias Picander) in den Subtexten Leipziger Vokalwerke Johann Sebastian Bachs.

  8. Zerreißet, zerschmettert! Eröffne, verschlinge! - Eine peinlich profane Parodie der Rachearien zeitgenössischer Passionsmusiken für die Augen (und Ohren?) des Leipziger Publikums in der Saison 1725.

  9. In hiesiger Residentz … das neu-componirte Stück … - Eine schmale Spur zu den letzten in Freiheit verbrachten Arbeitstagen Johann Sebastian Bachs in Weimar.

  10. Ermittlungen zu Inhalt, Herkunft und Relevanz einer undokumentierten Handschrift des Wohltemperierten Claviers I. (Beschreibung; Lesartenverzeichnis; Einordnung in das Stemma der bisher bekannten Abschriften; Provenienzermittlung anhand von Primärquellen; Korrespondenzen mit Alfred Dürr, Yoshitake Kobayashi et. al. Ergänzung zu ISSN 0084-7682, Bd. 97 (2011), S. 81-101)

  11. Systematische Satzzitate aus den 371 vierstimmigen Chorälen Johann Sebastian Bachs in gedruckt und handschriftlich überlieferten norddeutschen Choralbüchern des 18. Jahrhunderts. (Analoge und digitale Synopsen der betr. Sätze; Konkordanzen zu Werkgruppe F des Bach-Compendiums.)

  12. Spuren zum Transformationsprozess von Temperierungen und Stimmtonhöhen norddeutscher Orgeln des 17. bis 19. Jahrhunderts in zeitgenössischen Choralbüchern und undokumentierten Archivalien. (Darin: eine um 1720 aus J.S. Bachs erweitertem beruflichen Umfeld induzierte gleichstufige Stimmanweisung für die Aufführungspraxis eines fernen Fürstenhofs.)

  13. Spuren zur Überlieferungsgeschichte der “Resolutio Canonis Ricciani per J.S. Bachium”.

  14. Kirnb. poss. - Eine Bleistiftspur zur Herkunft von Johann Philipp Kirnbergers Handexemplar von Friedrich Wilhelm Marpurgs Anleitung zur Singecomposition.

  15. Wandersage oder Wunschvorstellung? - Zeus Faber (alias Petersfisch) als Kern einer Bach-Legende.

  16. Ligaturen aus dem Nirwana. Scheidelinien zwischen Fragment und Torso in der Handschrift D-B Mus.ms. Bach P 26.

  17. Ach, was soll ich Sünder machen?! - Abendgesänge eines akademischen Stuben-Gesellen. Intime Einblicke in das hymnologische Biotop der Jenaischen Liederfreunde um 1700.

  18. Ist es genug? - Nostalgische Reverenzen an den untergegangenen Elbschwanenorden in J.S. Bachs Kantatentexten.

  19. Kritische Anmerkungen zu einer textlichen und zeichnerischen Bauaufnahme des Gebäudes der Lüneburger Partikularschule bei St. Michaelis aus dem 18. Jahrhundert.

  20. Rekonstruktion einer selektiven zyklischen Aufführung des Concerten-Jahrgangs Georg Philipp Telemanns. (Ermittlung der Aufführungstermine und der beteiligten Prediger; Konkordanzen zu bekannten Telemann-Quellen.)

  21. Einblicke in das Berufungsverfahren zur Wahl Erdmann Neumeisters zum Hauptpastor der Hamburger Hauptkirche St. Jakobi 1714/15 anhand der Protokoll- und Memorialbücher im Staatsarchiv Hamburg.

  22. Henriette Catharina von Gersdorff - Spuren zu J.S. Bachs Kantatentexten in ihrem postum veröffentlichten poetischen Gesamtwerk? - Eine müßige Frage!

  23. Buchhalterische Spuren einer (horribile dictu!) Karfreitagsmusik am Hof zu Köthen?

  24. Die theologische Bibliothek von J.S. Bachs mutmaßlichem “Leipziger” Hauptlibrettisten. (Privates Digitalisat des einzigen erhaltenen Exemplars des Versteigerungskatalogs. Übertragung der ca. 5.000 Einheiten in eine Datenbank; Standardisierung und kontinuierliche Anreicherung der bibliographischen Metadaten.)

  25. Genealogie der Familie des mutmaßlichen “Leipziger” Hauptlibrettisten J.S. Bachs. (10 Generationen vom 17. bis 20. Jahrhundert; anhand öffentlich zugänglicher Quellen digitalisiert; aus Datenschutzgründen exklusiv der noch lebenden Mitglieder.)

  26. Vorläufiges Repertorium der Archivquellen zur Geschichte der Orgeln im Münsterischen Paulusdom und im Alten Dom sowie zu deren Organisten (~1300-1945).

  27. Ev. Kirchenrat Dr. Adolph Schütte und Pater Dr. Gregor Schwake OSB - Aus der Frühzeit der akademischen Orgelwissenschaft an der WWU Münster.

  28. Photographische Spuren zum möglicherweise (in Westfalen?) erhaltenen Gehäuse der verschollenen, von Gottfried Silbermann für die Frauenkirche Dresden erbauten Chororgel. Oder: Wann und wo hielt der Lambrequin Einzug in die dritte Dimension bei der Gestaltung spätbarocker Orgelfronten?

  29. Französische Orgelinstrumente mit petit ravalement östlich des Rheins - eine Unmöglichkeit? Spekulationen zur Erklärung einer bis heute unspielbaren Pedalnote in J.S. Bachs Pièce d’orgue BWV 572.

  30. Beobachtungen an den beim Bau seiner französisch inspirierten Orgeln von Jacob Courtain leihweise benutzten Originalexemplaren der Déscription des Arts et Métiers (Paris 1761-1788)

  31. Hat es die viermanualige Klaviatur der Osnabrücker Marienkirchen-Orgel (1790) wirklich nicht bis in das Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig geschafft? Erinnerungen an ein schemenhaftes Rencontre vor Ort.

  32. Noch ein Claviorganum von Jacob Courtain - erhalten in einer süddeutschen Sammlung?

B. Memorabilia

  1. Ein Claviorganum von Jacob Courtain. In: Schlepphorst, Winfried (Hrsg.): Orgelkunst und Orgelforschung. Gedenkschrift Rudolf Reuter, Kassel 1990. ISBN: 3-7618-1005-9 (Einzelbeitrag und Erstellung der Druckvorlage als PostScript-Datei für den gesamten Sammelband.)

  2. Der oldenburgische Orgelbau nach 1800. (Orgelinventar von ca. 100 Kirchengemeinden sowie Catalogue raisonné, Firmengeschichte und Dokumentation der Bauprinzipien der Hoforgelbauerfamilie Schmid. Druckfertiges Typoscript für eine phil. Diss; ca. 600 Textseiten; ~1993. Zu ergänzen um: Verzeichnis und Korrektur der in ISBN 978-3795908942 enthaltenen Errata.)

  3. Strukturierte Zuordnung von Texten und Melodien der oldenburgischen Gesangbücher des späten 17. bis frühen 20. Jahrhunderts (relationale Datenbank; Stand: 1993)

  4. Vollständiges, autopsiebasiertes Inventar der ca. 2.000 im Schloß zu Jever hinterlassenen privaten Briefschaften von Johann Ludwig Fürst zu Anhalt-Zerbst. (Relationale Datenbank; ~1993; darin u.a.: autographe Neujahrsglückwünsche der 13jährigen Екатерина Великая.)

  5. Johann Nikolaus Forkels Empfehlungen zu Stimmtonhöhen bei Kantatenaufführungen. (Primärquellendokumentation; ~1993)

  6. Eine zeitgenössische Quelle zur Cent-genauen Schätzung der Stimmtonhöhe Hamburger Kirchenmusikaufführungen während der späten Amtszeit C.P.E. Bachs. (Primärquellendokumentation; ~1993)

  7. Autographe curricula vitae mitteldeutscher Kandidaten nebst Empfehlungsschreiben in den Bewerbungsakten für ein norddeutsches Kantorat. (Primärquellendokumentation; ~1993; darin u.a.: eine per couvert verschickte Kantatenpartitur)

  8. Digitale Grundlagen für eine analoge zeichnerische Rekonstruktion der Möller-Orgel im Paulusdom Münster. (1991 für eine Auftragsarbeit des Münsterischen Domkapitels zugeliefert. 2004 - mit unzutreffendem Urhebernachweis für Abb. 25.8 - veröffentlicht in: ISBN 3-8053-3416-8, Teilband 2.2.)

  9. Die musikalischen Privat-Sachen in den Oldenburgischen wöchentlichen Anzeigen 1749-1799. Privatdruck Münster 1993. (1 Exemplar in der Bibliothek des Bach-Archivs Leipzig)

  10. Digitale Notendruckvorlage für eine vorläufige kritische Ausgabe der Fantasia ex C dis BWV 1121 anhand des Tabulaturautographs. (Privatdruck ~1998)

  11. www.bach-konkordanz.de - Relationale Zuordnung von Texten (BG; Wustmann, NBA) bzw. Übersetzungen (Terry; et al.) der Kantaten J.S. Bachs mit Referenzen zu biblischen Allusionen (Luther 1914; Vulgata; King James). Fremdsprachliche Interlinear-Übersetzungen mit automatisierten Hinweisen zur deutschen Aussprache für Chorsänger und Solisten. Materialsammlung (XML), Datenstruktur (MySQL) und Funktionsgerüst (PHP). Aus arbeitsökonomischen Gründen 2004 eingefroren.

  12. Evaluierung ausgewählter Methoden zur authorship attribution (conditional probability vs. max entropy classifier) bei der Suche nach J.S. Bachs anonymen Librettisten. (2000-2014. Wegen unzureichender Datenbasis zugunsten eines partiell positivistischen Ansatzes eingestellt.)

  13. Konzept für eine zerstörungsfreie Methode zur Visualisierung von kompositionstechnischen Stratigraphien in den Quellenhandschriften J.S. Bachs mit Hilfe KI-basierter Bildanalysen. (Microsoft/NVIDIA)

  14. Wer will das alles lesen? Wer muss das alles kennen?? Wer mag das alles glauben??? Anmerkungen zu Martin Petzoldts Bach-Kommentar.

  15. Bestandsbegutachtung und Restaurierungsvorschlag für die pneumatische Schmid-Orgel (1903/1845) in der Aula des ehemaligen Lehrerseminars Oldenburg für das damalige Staatshochbauamt Oldenburg. (1992; Primärquellendokumentation; Innen- und Außenaufnahmen des seit 1964 verwahrlosten Instruments; schriftliche Handlungsempfehlung z.Hd. der Amtsleitung.)

  16. Ein undokumentierter Kostenanschlag für eine späte, letztendlich von einem Schüler realisierte dreimanualige Orgel Arp Schnitgers. (Darin: Eine bislang unbekannte Erwähnung Dieterich Buxtehudes als beabsichtigtem Abnahmegutachter. Primärquellendokumentation; ~1985)

  17. Die landesherrliche Beauftragung von Arp Schnitgers Lehrmeister Berendt Hueß mit einer systematischen Orgelpflege in der Grafschaft Oldenburg während der wirtschaftlichen und kulturellen Konsolidierungsphase nach dem 30jährigen Krieg. (Primärquellendokumentation; ~1985)

  18. Erinnerungen an die erste, spontane Inaugenscheinnahme und an die nachfolgende provisorische Transkription der frühesten norddeutschen Orgeltabulatur des Magister Ludolf Lying (1445) sowie an die abenteuerlichen Umstände beim Besuch von deren Erstaufführung.

  19. Lust auf Lost Places? Drei Jahre Konzertbesuche in der Elbphilharmonie als musikalisches Lebenselixier eines wiedergeborenen Nordeutschen.

  20. Wasserflasche und Energieriegel - Orgelmusik zwischen den Weltkriegen. Widor - Sorabji - Fortner. Über die unglaubliche Ungleichheit des Gleichzeitigen. (Synopse in Form einer interaktiven Zeitlinie.)

C. Ad oculos - ad aures

  1. Gerhard Richter: Zwei graue Doppelspiegel für ein Pendel Opus 953 in der Dominikanerkirche Münster. Impressionen am Tag der Einweihung. https://youtu.be/cCmiMY2E3kY

  2. Tanz um das Goldene U https://youtu.be/7hyzNXAfZkU

  3. Das Goldene U bezieht Stellung gegen Nazis https://youtu.be/prLgDUU1_7o

  4. Meisterkurs für Orgelimpovisation https://youtu.be/xTSjP1qddzw

  5. Orgelretter mit Schneeschieber https://youtu.be/kL0kxrkgQ1A

  6. Erneuerte Glocken der ev. Auferstehungskirche Münster https://youtu.be/w5AGtlSDisA

  7. In Münster läuten die Glocken https://youtu.be/dyJKOhZND0M

  8. Impressionen der heimatlichen Umgebung von J.S. Bachs mutmaßlichem “Leipziger” Hauptlibrettisten am Tag der Wiederkehr seines 350. Geburtstags. (Taufstein; Lateinschule; Kanzel; Chorgestühl; Arbeitsstätten der Eltern.)

D. Ad fontes

  1. Prof. Dr. Rudolf Reuter (Musik- und Orgelwissenschaft)

  2. Domorganist Prof. Dr. Winfried Schlepphorst (Orgel- und Musikwissenschaft)

  3. Prof.’in Dr. Maria-Elisabeth Brockhoff (Musikwissenschaft)

  4. Prof. Dr. Klaus-Wolfgang Niemöller (Musikwissenschaft)

  5. Prof. Dr. Winfried B. Lerg (Publizistik; Rundfunkgeschichte)

  6. Prof. Dr. Hinrich Siuts (Volkskunde; Erzählforschung)

  7. Prof. Dr. Josef Schepers (Hausforschung; Möbeldatierung)

E. Ad personam

michael@hochgartz.de

www.linkedin.com/in/bachforschung/

///traube.teilzeit.haustür

///divisions.arriving.curry

F. Paralipomena

  1. ~100 Musik-, Literatur- und Theaterkritiken für die ehemalige Münstersche Zeitung. (1990-1997)

  2. Münstersches Orgelmagazin (Gründer, Herausgeber und Webmaster; 1996-2018; Langzeitarchivierung durch die BSB

G. Regulae

Copyright Michael Hochgartz, D-48153 Münster, 2015-2019

CC-BY-NC-ND 4.0